Die Sannerzgemeinschaft

SannerzhausUnsere zurzeit 20-köpfige Lebens- und Arbeitsgemeinschaft "Sannerz" besteht aus Familien und Ledigen, die versuchen, die Bergpredigt Jesu im Alltag auszuleben. Als Kommunität leben wir in Verbindlichkeit zusammen, besitzen kein Privateigentum und sorgen füreinander als Brüder und Schwestern. Das Vorbild der Urchristen, wie es im Neuen Testament beschrieben wird, ist uns ein mutmachendes Beispiel. Wie sie, glauben wir an Jesus als Quelle unseres Lebens. Natürlich wollen wir Gottes Wirken in allen Menschen finden und anerkennen, ungeachtet ihrer Herkunft oder ihrer kulturellen und religiösen Tradition. Wir freuen uns darauf, mit Euch über diese Glaubenspunkte sowie andere Themen zu sprechen.

Wurzeln

WurzelnVor etwa neunzig Jahren hat unsere Gemeinschaftsbewegung in Sannerz, einem hessischen Dorf südlich von Fulda, begonnen. Damals waren es nur wenige, die sich für ein Leben in der verbindlichen Nachfolge Jesu entschieden und so wie die Urchristen ihren Privatbesitz und ihre Karrieren aufgaben. Wegen ihrer entschlossenen Gewaltlosigkeit wurde während der Nazi-Zeit die inzwischen auf mehr als einhundert Personen angewachsene Gemeinschaft gezwungen, nach England zu fliehen. Von dort ging es weiter nach Südamerika, wo sie in den folgenden zwanzig Jahren im Urwald Siedlungen aufbauten. Seit den 50er Jahren wurden immer wieder Gemeinschaften in anderen Ländern gegründet, so dass wir heute in den USA, Australien, Paraguay, England und wieder in Deutschland vertreten sind.

Warum Hessen?

Warum Hessen?Mit dem Neuanfang in Sannerz sind wir wieder zu unseren Wurzeln zurückgekehrt. Seit Jahren gab es den Wunsch in die Gegend zurückzukehren, wo die Gemeinschaft entstand. So gab es auch das Verlangen, den Kontakt mit unseren zahlreichen Freunden und suchenden Menschen in Deutschland und Europa intensiver zu pflegen. Im Jahre 2002 wurde uns bekannt, dass das ursprüngliche Gemeinschaftshaus leer stand und mit Hilfe unserer Schwestergemeinschaften weltweit erworben werden konnte. (Zwei Jahre später eröffneten wir ein weiteres Haus in der Nähe von Jena.)

Was bedeutet Gemeinschaftsleben?

Unsere HausregelZusammenhalt und Gemeinschaft wünscht sich jeder Mensch. Doch in der heutigen Welt geht beides immer mehr verloren. Die Antwort, die wir gefunden haben, ist der Jesus, der Menschen zusammenbringt und ein Leben echter Vergebung, sozialer Gerechtigkeit und wahren Friedens möglich macht. Sein höchstes Gebot ist jedoch, den Nächsten und sogar die Feinde wie sich selbst zu lieben. Daher ist es uns wichtig, dass Nächstenliebe konkret wird, in dem wir untereinander zum Beispiel keinen Privatbesitz anerkennen und all unsere Güter, Zeit und Kraft dafür einsetzen.

Besucher

BesucherWir freuen uns auf jeden Besucher und jede Gelegenheit mit anderen das zu suchen, was uns verbindet. (Zum gemeinsamen täglichen Abendbrot laden wir besonders herzlich ein.) Selbst da wo wir unterschiedlicher Meinung sind, kann der Austausch für alle eine fruchtbare Bereicherung sein. Zudem ist es möglich, auf längerer Zeit am gemeinschaftlichen Leben teilzunehmen. Da wir kein Freizeitzentrum sind, nehmen alle Gäste an unserem täglichen Leben teil – das heißt gemeinsame Arbeit (bei der Holzproduktion in unserer Werkstatt oder im Garten), gemeinsame Mahlzeiten und Versammlungen. Niemand wird bezahlt oder verdient Gehalt; dafür sind Essen und Unterkunft frei. Wir freuen uns, Euch kennenzulernen.

Ansonsten...

AnsonstenFür interessierte Leser bieten wir Bücher zu verschiedenen Themen (Ehe, Familie, soziale Gerechtigkeit, Kindererziehung, Freiheit und Vergebung, Gemeinschaft, Jesusnachfolge und anderes) kostenlos an. Diese sind bei uns sowie online erhältlich.

Unsere Hausregel

Oft werden wir gefragt, welche Regeln wir befolgen. Hier die Hausregel, die seit den Anfangsjahren unserer Gemeinschaft Richtschnur ist:

"Es gibt kein Gesetz als das der Liebe„ (2. Joh. 5,6). Die Liebe ist die Freude an den anderen. Was ist also der Ärger über sie? Das Weitergeben der Freude, die das Hiersein der anderen bringt, bedeutet: Worte der Liebe.
Deshalb sind Worte des Ärgers und der Sorge über Glieder der Gemeinschaft ausgeschlossen. Es darf niemals deutlich oder versteckt gegen einen Bruder oder eine Schwester – gegen ihre Charaktereigenschaften – geredet werden, unter keinen Umständen hinter ihrem Rücken. Auch das Reden in der eigenen Familie bildet hierfür keine Ausnahme.
Ohne das Gebot des Schweigens gibt es keine Treue, also keine Gemeinschaft. Die einzige Möglichkeit ist die direkte Anrede, der unmittelbare Liebesdienst an dem, gegen dessen Schwächen etwas in uns aufsteigt.
Das offene Wort direkter Anrede bringt Vertiefung der Freundschaft und wird nicht übel genommen. Die gemeinsame Aussprache beider mit einem Dritten, dem man vertrauen kann, dass er zur Lösung und Einigung im Höchsten und Tiefsten führt, wird nur dann notwendig, wenn man sich auf direktem Wege unmittelbar nicht gefunden hat (Mt. 18, 15-16).
Kontakt

Sannerzgemeinschaft • Lindenstraße 13 • 36391 Sinntal-Sannerz
Tel: 06664 402498 • Email: sannerzhaus@mailstack.com